Ulmer - Rampe

Ulm

Entwurf 2024

Nutzung: Kultur

Visualisierungen: last studio

Das Blaubeurer Tor ist ein Bestandteil der Bundesfestung Ulm, Deutschlands größtem Festungsensemble. Die Bundesfestung Ulm in Ulm und Neu-Ulm war eine von fünf deutschen Bundesfestungen neben Landau, Luxemburg, Mainz und Rastatt. Diese Festungen wurden vom Deutschen Bund finanziert und erhielten daher ihren Namen. Wie zahlreiche andere Landesfestungen wurde auch sie im 19. Jahrhundert aus- oder neugebaut. Die Festung in Ulm wurde im Jahr 1859 fertiggestellt. Mit einer polygonalen Hauptumwallung von etwa neun Kilometern war Ulm die größte Befestigungsanlage des 19. Jahrhunderts in Europa. Der Festungsstatus von Ulm wurde erst 1938 aufgehoben.

Zwischen 1843 und 1855 wurde das Blaubeurer Tor unter der Leitung von Major von Schele erbaut und konnte 56 Mann beherbergen. Zusammen mit der anschließenden Courtine VIII verband es die Mittelbastion mit der Kienlesbergbastion. Die Anlage umfasste die Escarpe, einen wassergefüllten Graben, Batardeaus zur Regulierung des Wasserstands, das kleine Blumenscheintor, das zur Blauinsel führte, und das innere Blaubeurer Tor am rechten Abschluss, welches sich durch seinen romanisch inspirierten Baustil von der gesamten Festungsanlage abhob. Unter der Courtine führten zwei Arme der Blau hindurch. Der Bau war aufgrund des Geländes, das ein ehemaliges Überschwemmungsgebiet der Blau war, sehr anspruchsvoll. Daher steht das Blaubeurer Tor auf einem tief eingerammten Fundament aus 736 Holzpfählen.

Heute sind von dieser Anlage noch das Tor, das jedoch teilweise beim Brückenbau in den 1960er Jahren abgetragen wurde, 100 Meter der Escarpenmauer und die Durchlässe der Blau erhalten.

Die Funktion des Tores ist vergleichbar mit einem Portal, das den Übergang von einem Bereich in einen anderen ermöglicht.

Historie

Im Rahmen der Mobilisierung wurde die Brücke über dem Blaubeurer Tor im Jahr 1969 errichtet. Für den Bau der Brücke wurde Spannbeton verwendet. Aufgrund von Dichtigkeitsfehlern weist die Brücke heute jedoch erhebliche Schäden auf. Im Zuge der Landesgartenschau Ulm 2030 soll die B 10 anstelle der Überführung am Blaubeurer Tor, auf der die Brücke teilweise aufliegt, in einen Tunnel verlegt werden. Der heutige Kreisverkehr soll durch zwei Ampelkreuzungen ersetzt werden.

B10

NORD-WEST-ANSICHT

SÜD-OST-ANSICHT

GRUNDRISS ERDGESCHOSS

GRUNDRISS OBERGESCHOSS

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