Ateliers HBK
Alt Saarbrücken
Entwurf 2018
Nutzung: Bildung und Kultur
Visualisierungen: last studio
Im Herzen von Alt-Saarbrücken entsteht ein neues Zentrum, das mit der Mensa und Bibliothek als zentraler Treffpunkt für die Gemeinschaft fungiert. Dieses Areal bietet nicht nur Raum für Begegnung, sondern trägt maßgeblich zur sozialen Integration und Belebung des Stadtteils bei.
Ein großzügiger Vorplatz im vorderen Bereich dient als urbaner Raum, der flexibel genutzt werden kann – sei es als Marktplatz für lokale Veranstaltungen oder als Treffpunkt für die Nachbarschaft. Im hinteren Bereich lädt ein neu angelegter Park zum Verweilen ein, der Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen die Möglichkeit bietet, ihre Freizeit in einer einladenden Umgebung nach dem Unterricht oder der Arbeit zu gestalten.
Unmittelbar an das Areal schließt das Erweiterungsgebäude der Hochschule für Bildende Künste an. Hier entstehen kreative Räume, die sowohl Studierenden als auch der Öffentlichkeit zugänglich sind. Das Gebäude vereint Ausstellungsräume, Ateliers und Werkstätten, während im vorderen Teil speziell gestaltete Bereiche für Schüler:innen angeboten werden. Diese können dort unter Aufsicht des Personals der Hochschule ihre Hausaufgaben erledigen oder die Werkstätten nutzen, um ihre Kreativität zu fördern und handwerkliche Fähigkeiten zu entwickeln.
Der Entwurf schafft eine harmonische Verbindung von Bildung, Kultur und Gemeinschaft und setzt einen starken Impuls für die Belebung von Alt-Saarbrücken als urbanes und kreatives Zentrum.
Entwurfskonzept
Das Planungsgebiet liegt in einem zentralen Stadtteil, der durch eine hohe Dichte an Bildungseinrichtungen geprägt ist. Neben dem Regierungsviertel befinden sich in der Tallage weitere bedeutende Plätze und Ensembles mit nationaler Bedeutung. Hochschulen, die Handwerkskammer, weiterführende Schulen und zahlreiche Verwaltungsgebäude tragen zur Belebung des Stadtteils bei.
Die gute Erreichbarkeit und verkehrliche Erschließung, auch für innenstadtnahes Wohnen, zählen zu den Stärken des Gebiets. Gleichzeitig weist der Stadtteil Schwächen auf: Die hohe Baudichte und der Modernisierungsbedarf vieler Gebäude beeinträchtigen die Aufenthaltsqualität. Es mangelt an attraktiven Wegeverbindungen, die bestehende Infrastruktur wird stark vom ruhenden Verkehr dominiert. Die Heuduckstraße bietet nur unzureichende Rad- und Fußgängerinfrastruktur, und es herrscht ein starker Parkdruck im gesamten Quartier. Trotz der zahlreichen Bildungseinrichtungen fehlt es an öffentlichen Freiflächen und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bevölkerung.
Städtebaulicher Bestand
Das Konzept sieht vor, die städtebauliche Struktur durch eine klare Anordnung neuer Baukörper zu stärken. Prägnante Raumkanten definieren die neuen städtischen Räume und schaffen eine markante Orientierung im Quartier. Im Zentrum des Entwurfs steht die Schaffung neuer öffentlicher Plätze, die als attraktive Treffpunkte fungieren und die Idee der städtebaulichen Erneuerung verstärken.
Städtebaulicher Konzept
Diese neu geschaffenen öffentlichen Räume werden durch die Erweiterung bestehender Bildungseinrichtungen flankiert, wodurch das Quartier als Bildungs- und Begegnungsstandort aufgewertet wird. Gleichzeitig entsteht eine neue Ortsmitte, die vielfältige Aktivitäten ermöglicht und eine höhere Aufenthaltsqualität bietet. Damit wird nicht nur die Nutzung des Quartiers diversifiziert, sondern auch die soziale und räumliche Integration gestärkt.
Ansicht Nord
Ansicht Süd
Erdgeschoss